Wie wird man Prinzenpaar in Monheim am Rhein?
Die Wahl und Ernennung des Prinzenpaares ist ein besonderer Moment im karnevalistischen Jahreslauf der GroMoKa. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, erfolgt die Auswahl nach einem klar strukturierten und verantwortungsvollen Verfahren, das Transparenz, Fairness und Vertraulichkeit vereint.
1. Interessensbekundung
Die Grundlage bildet eine schriftliche Interessensbekundung an den Vorstand der GroMoKa.
Aus dieser sollte eindeutig hervorgehen:
• wer sich als Prinzenpaar bewirbt
• wer die Rolle des Prinzen und wer die der Prinzessin übernehmen möchte
Dabei ist es ausdrücklich nicht erforderlich, ein verheiratetes Paar zu sein. Prinz und Prinzessin können auch aus anderen Verbindungen hervorgehen. Die gemeinsame Bewerbung ist gewünscht.
Ergänzend zur Interessensbekundung sind folgende Unterlagen hilfreich:
• ein kurzer Lebenslauf beider Personen
• ein Motivationsschreiben, das die Beweggründe und die persönliche Verbindung zum Karneval darstellt
Optional kann eine bevorzugte Session angegeben werden. Dabei ist zu beachten, dass für einzelne Sessionen mehrere Interessensbekundungen eingehen können. Eine feste Zusage für eine bestimmte Session kann daher nicht garantiert werden. Grundsätzlich gilt: Je flexibler die zeitlichen Vorstellungen sind, desto größer ist die Chance auf eine Berücksichtigung.
Bewerbungszeitraum:
Bewerbungen können bis einschließlich zum Ende einer laufenden Session eingereicht werden.
2. Vorgespräche und Prüfung
Das gesamte Verfahren wird durch den vollständigen Vorstand der GroMoKa begleitet und durchgeführt.
Im Rahmen von persönlichen Gesprächen können unter anderem folgende Punkte besprochen:
• Motivation und persönliche Beweggründe
• zeitliche Verfügbarkeit und Belastbarkeit während der Session
• organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen
• Vorstellungen zur Gestaltung der Session
Interessierte haben jederzeit die Möglichkeit, sich auch persönlich beim Vorstand vorzustellen und ihr Interesse im direkten Austausch zu bekräftigen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Gefolge des Prinzenpaares. Insbesondere die Traditionsfiguren wie Spielmann, Gänseliesel und Schelm übernehmen repräsentative Aufgaben. Sofern diese bereits feststehen, können sie im Rahmen der Interessensbekundung benannt werden.
3. Vertraulichkeit des Verfahrens
Die GroMoKa legt großen Wert auf ein faires, respektvolles und vertrauensvolles Auswahlverfahren.
Dazu gehört insbesondere ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen rund um mögliche Bewerbungen und Kandidaturen. Vorzeitige Spekulationen darüber, wer als Prinzenpaar zur Verfügung steht, wer sich beworben hat oder wie der Stand eines Verfahrens ist, entsprechen nicht dem Anspruch eines geordneten und vertraulichen Auswahlprozesses.
Ebenso wird darauf hingewiesen, dass das eigenständige Weitergeben von Informationen zur eigenen Bewerbung oder das öffentliche oder interne Interpretieren möglicher Signale als Zusage nicht zielführend ist.
Die GroMoKa bittet daher alle Interessierten und Beteiligten, diesen Prozess mit der gebotenen Vertraulichkeit und dem notwendigen Respekt gegenüber allen Bewerberinnen und Bewerbern zu begleiten.
4. Entscheidung durch den Vorstand
Die Auswahl des Prinzenpaares erfolgt ausschließlich durch den vollständigen Vorstand der GroMoKa.
Nach eingehender Beratung wird eine Entscheidung auf Grundlage aller vorliegenden Eindrücke getroffen. Die favorisierten Interessentinnen und Interessenten werden anschließend durch den Vorstand eingeladen. In diesem Rahmen wird die Entscheidung offiziell bestätigt und die Ernennung besiegelt.
Die Einladung erfolgt in der Regel durch den Vorsitzenden der GroMoKa.
Eine verbindliche Zusage an Interessierte erfolgt grundsätzlich erst am Ende einer laufenden Session.
In einzelnen Jahren feiern Vereine innerhalb des Monheimer Karnevals besondere Jubiläen. Die GroMoKa hat es bislang so gehandhabt, dass in solchen Fällen Bewerbungen aus diesen Vereinen im Rahmen der Prüfung bevorzugt berücksichtigt werden können. Ein Anspruch hierauf besteht jedoch nicht, vielmehr erfolgt die Entscheidung stets im Gesamtinteresse des Karnevals in Monheim am Rhein.
5. Vorbereitung der Session
Nach der Ernennung beginnt die Vorbereitung auf die kommende Session.
Dabei gilt:
• Das Sessionsmotto wird durch die GroMoKa festgelegt
• Der Entwurf und die Gestaltung des Ordens liegen in der Verantwortung der GroMoKa
• Die Veranstaltungen und deren Programminhalte werden durch die GroMoKa organisiert
6. Proklamation
Die Proklamation stellt den ersten offiziellen öffentlichen Auftritt des designierten Prinzenpaares dar.
Mit diesem feierlichen Moment übernimmt das Prinzenpaar seine repräsentative Rolle für die Session in der Stadt Monheim am Rhein.
Es besteht keine feste Regel, dass das Prinzenpaar bis zu diesem Zeitpunkt vollständig geheim gehalten werden muss. Dennoch gilt die Proklamation als der zentrale und erste offizielle Auftritt in der Öffentlichkeit.
Unser Anspruch
Die GroMoKa versteht das Prinzenpaar als zentrales repräsentatives Element der Session. Im Vordergrund stehen die authentische Darstellung des karnevalistischen Brauchtums sowie die würdige Vertretung der Stadt Monheim am Rhein.
Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltungen, insbesondere von Sitzungen und Karnevalsumzügen, obliegt grundsätzlich der GroMoKa. Programme werden in der Regel langfristig geplant und teilweise bereits Jahre im Voraus festgelegt, sodass eine direkte Einflussnahme durch das Prinzenpaar auf den Ablauf der Veranstaltungen nicht vorgesehen ist.
Das Prinzenpaar bringt sich jedoch aktiv durch eigene Beiträge in die Session ein. Hierzu zählen insbesondere:
• eigene Lieder
• Redebeiträge
• tänzerische Darbietungen
Dabei ist auf eine angemessene und maßvolle zeitliche Einbindung zu achten. In Monheim am Rhein prägen zahlreiche Garden sowie hochkarätige Bands das Programm der Veranstaltungen. Die Beiträge des Prinzenpaares sollen sich harmonisch in den Gesamtverlauf einfügen.
Die konkrete Abstimmung erfolgt im Vorfeld in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sitzungspräsidenten, um einen stimmigen und ausgewogenen Ablauf der Veranstaltungen sicherzustellen.
Im Mittelpunkt steht dabei stets das gemeinsame Ziel: eine lebendige, qualitativ hochwertige und für alle Beteiligten stimmige Karnevalssession.
